Rebekka und Gisela sind wieder zu Hause - ihr Fazit

Rebekka Füller ist mit ihrer Gruppe in Öhringen angekommen, Gisela Holzmüller hat mit dem Zug das heimische Allgäu erreicht. Beiden herzlichen Dank, dass wir sie die letzten Tage in Münster begleiten durften. Wir haben sie abschließend um ihr Fazit gebeten.

"Ich würde nochmal zu einem Katholikentag mitgehen - auch als Helferin, weil man durch das Arbeiten immer nette Leute kennenlernt. Außerdem kann man seinen Kulivorrat aufstocken."

Rebekka Füller (2.v.l.)

"Besonders war für mich die Gastfreundschaft meiner Bekannten, die meine ganze Zeit in Münster wunderbar gestaltet haben. Im Gegensatz zu früheren Kirchen- und Katholikentagen waren es dieses Mal mehr Menschen. Die fröhliche Stimmung setzte sich bei der Zugfahrt fort, wo Fußballfans und Katholikentags-Heimkehrer zusammentrafen."

Gisela Holzmüller

Bischof Fürst: Ein Katholikentag mit hoher Aktualität

"Suche Frieden" Das Motto des 101. Katholikentages habe gut in die bewegte Zeit mit den vielen Konflikten und der Aufkündigung des Iran-Abkommens durch US-Präsident Donald Trump gepasst, meint Bischof Gebhard Fürst. "Die Friedens-Thematik hat alles überwölbt", so der Bischof in unserem Video-Interview. Damit habe der Katholikentag eine hohe Aktualität gehabt.

Begeistert haben den Bischof die riesigen Besucherströme und die friedlich-gelöste Stimmung in Münster. "Das gibt mir Kraft und das nehme ich auch mit nach Rottenburg", so der Bischof.  

Interview: Tobias Döpker; Video: Constanze Stark

Flashback: Das Beste aus unseren Videos

Mit dem Schluss des Katholikentages in Münster geht auch unsere Berichterstattung vor Ort zu Ende. Wir haben die besten Szenen aus unseren Videos der vergangenen Tage zusammen geschnitten.

Alle Videos finden Sie auch nach dem Katholikentag auf unserer Facebook-Seite, dem YouTube-Kanal der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie auf dieser Katholikentagsseite. 

Video: Constanze Stark

Das war der Katholikentag in Münster - Ein Rückblick in Bildern

"Die Welt braucht mehr Martinus"

"Aus dem Teilen und der Hingabe des Martinus ensteht die Gottesbegegnung. Das ist das Geheimnis des heiligen Martin", sagt Bischof Gebhard Fürst auf dem Podium im Hörsaalgebäude der Westfälischen Wilhelms Universität in Münster. Zusammen mit Xavier Gué, dem Rektor der Basilika von Tours, Bischof János Székely aus Szombathely (Ungarn) und Karl Woditsch, Generalsekretär der Katholischen Aktion der Diözese Eisenstadt in Österreich, hat der Rottenburg-Stuttgarter Bischof über den Heiligen Martin und seine Funktion als Friedensboten in der heutigen Zeit diskutiert. Und alle waren sich einig: die Botschaft des Bischofs von Tours ist heute noch aktuell. Der Bettler, mit dem Martin seinen Mantel geteilt hat, könne heute durch Flüchtlinge, Langzeitarbeitslose, alte und einsame Menschen und Behinderte ersetzt werden. "Martinus ist das leuchtendste Beispiel christlicher Nächstenliebe. Und das braucht Europa mehr denn je", sagt Karl Woditsch aus Eisenstadt.  

Ein Weg, der die Heimatländer der vier Podiums-Teilnehmer auf besondere Weise vereint, ist der europäische Martinusweg. Von Szombathely in Ungarn, dem Geburtsort Martins, führt die Pilgerroute durch Österreich und Deutschland bis nach Tours in Frankreich, wo der heilige Martin begraben liegt. "Der europäische Martinusweg ist das Band, das uns in Europa über die Länder hinweg verbindet", sagt Bischof Fürst, durch dessen württembergische Diözese sich der Weg auf rund 1200 Kilometer länge schlängelt.

Tobias Döpker

Espresso.church: Ausdrucksstarke Bilder treffen auf Kurztexte

Ich sitze in einer Schul-Cafeteria bei einem Espresso. Am Tisch haben zehn Menschen Platz genommen, die sich noch nie zuvor gesehen haben. Trotzdem erzählen wir uns persönliche Geschichten aus unserem Leben - angeregt von Bildern mit Schlagworten auf Vorder- und kurzen Texten auf der Rückseite.

Ich bin im Workshop des Digital-Projekts espresso.church von Angelika Kamlage und Wolfgang Müller aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Ausdrucksstarke Bilder treffen auf kurze Texte. Klein, stark, schwarz, knackig. Eben wie ein Espresso. Wolfgang Müller will so die Kirche mit der Lebenswirklichkeit der Menschen wieder zusammenbringen. Espresso.church soll die Menschen in ihrem Alltag abholen. Die Resultate verblüffen mich: Die Kombination von Bild und kurzem Text stellen Verbindungen her zu Situationen aus meinem eigenen Leben. Das berührt mich und macht mich nachdenklich.

Dann der zweite Teil des Workshops: Wir verfassen selber Kurztexte zu Fotos. Jetzt ist Kreativität gefragt. Gar nicht so einfach, sich einen Impuls auszudenken. Espresso.church als neue Kunstform.

Matthias Franz

Schwitzend in den Endspurt

Das Team der Stabsstelle Mediale Kommunikation, das den Katholikentag für die Diözese Rottenburg-Stuttgart hier auf die Seite gebracht hat, trifft sich bei strahlendem Sonnenschein am Diözesanstand, um sich für die letzten Stunden nochmals ins Zeug zu legen.

Rebekka und Gisela genießen die Tage in Münster

Rebekka Füller und Gisela Holzmüller haben uns heute Fotogrüße geschickt.

Integrative Stadtführung - "Ich zeig dir mein Münster"

Rathaus, Prinzipalmarkt, Lambertikirche… Münster ist voller historischer Sehenswürdigkeiten. Doch die Münsteraner selber sehen ihre Stadt völlig anders als Touristen. Das gilt auch für Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Behinderungen wie auch für Menschen, die mit ihnen beruflich zu tun haben.

Diese Stadtführung ist den Menschen gewidmet, die in irgendeiner Art und Weise anders sind. Es sind ihre Lieblingsorte, die im Mittelpunkt der Führung stehen. Elke Stöver vom Projekt „Anders denken über anders sein“ stellt in unserem Video die Veranstaltung vor.  

Video: Matthias Franz

Neue Haltung zum Ehrenamt nötig

"Es braucht eine neue Haltung zum Ehrenamt", sagt der Rottenburg-Stuttgarter Weihbischof Matthäus Karrer auf dem Podium "Ehrenamt 4.0" am Freitag auf dem Katholikentag. Der Weihbischof diskutierte im Münsteraner Kongress-Centrum mit Katharina Abeln, der Vorsitzenden des Katholikenrats des Bistums Osnabrück und dem Stuttgarter Sozialwissenschaftler Professor Paul Stephan Roß über die Vergangenheit und Zukunft der ehrenamtlichen Arbeit in Kirche und Gesellschaft.

Das Ehrenamt sei insgesamt vielfältiger und bunter geworden, waren sich die Diskutanten einig. Welche Rückschlüsse die Kirche aus den Veränderungen im Ehrenamt ziehen muss, sehen Sie in unserem Video.

Video: Matthias Franz

Rebekka und Gisela treffen sich zum ersten Mal

Über WhatsApp hatten sie schon Kontakt. Live haben sich Rebekka Füller aus Öhringen und Gisela Holzmüller aus Deuchelried bei Wangen im Allgäu am Freitag zum ersten Mal gesehen. Treffpunkt war die Eingangshalle zum Messebereich Mitte in Münster, wo Rebekka als Helferin beim Katholikentag eingesetzt war. Im Video zeigen wir die Begegnung der beiden Frauen. (mw)

Sinn-volle Gespräche mit den Tüten der Sinnsucher

Die Gesichter der Teilnehmer strahlen wie beim Geschenkeauspacken am Geburtstag, als sie die Umschläge öffnen. Bei der Werkstatt "Sinnsucher und Sinnsucher.Kurs" auf dem Katholikentag in Münster informieren Elisabeth Dörrer-Bernhardt und Michael Schindler von der Diözese Rottenburg-Stuttgart die drei Männer und über 30 Frauen nicht nur über die Hintergründe des Kursmaterials, sie dürfen es selbst ausprobieren.

In kleinen Tischgruppen tauschen sich nach kurzer Zeit Menschen, die sich vorher noch nie gesehen haben, über das eigene Älterwerden oder über den Bezug zur Kirche aus. Ziel sei nicht am Ende zu wissen, was aus der Sicht des Glaubens richtig oder falsch ist, betont Pastoralreferent Michael Schindler aus Ravensburg. Es geht darum, die eigenen Ansichten und Meinungen ins Gespräch zu bringen.

Das Sinnsucher-Angebot eignet sich für Abende im Bekanntenkreis wie auch für offene Treffen. In den Umschlägen befinden sich neue "anspruchsvollere" Kurse und auch ehr niederschwellige Angebote. Eines davon ist "Have a break" - Thema des Diözesanstands auf der Kirchenmeile. Und dabei ist natürlich auch die beliebte Geburtstagstüte.

Markus Waggershauser

Die Werkstatt startet noch einmal am 12. Mai um 16.30 Uhr im Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster

Ministerpräsident Kretschmann am Diözesanstand

"Da muss ich als waschechter Schwabe erst bis nach Münster fahren, um ein Autogramm unseres Ministerpräsidenten zu bekommen", freut sich ein Katholikentagsbesucher aus Stuttgart am Stand der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Im Innern des Pavillons steht Ministerpräsident Winfried Kretschmann und unterhält sich mit Besuchern vor dem großen Alb-Panorama. Begrüßt hatte Weihbischof Matthäus Karrer den Landesvater am Stand der Diözese.

Ministerpräsident Kretschmann hatte zuvor die Präsenz der Erzdiözese Freiburg auf der Münsteraner Kirchenmeile besucht, um danach bei der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit Standbesuchern aus Schwaben und dem Rest Deutschlands ins Gespräch zu kommen und geduldig Autogramme zu schreiben. (td)

Das bunte Thema: "Spray for Peace"

Frieden kennt viele verschiedene Arten, um sich auszudrücken. Beim Kreativ-Workshop "Spray for Peace", organisiert von den Freiwilligen Sozialen Diensten des Bistums Münster, werden Symbole wie die Friedenstaube oder der Ölzweig auf Turnbeutel aus Jute gesprüht. Auf diese Weise entstehen bunte und individuelle Zeichen des Friedens als ständige Begleiter im Alltag. Wir haben den Sprayern über die Schulter geschaut...

Video: Constanze Stark 

Udos Zehn Gebote: Unbedingt ansehen!

Auf dem Bild, das die Besucher beim Betreten der Überwasserkirche begrüßt, wimmelt es von Menschen unterschiedlicher Hautfarbe und Nation. Und alle Personen auf dem Kunstwerk lächeln und umarmen sich. Unten links am Bildrand hat sich der Künstler unverkennbar selber verewigt: vortretendes Kinn, markante Nase, schwarzer Hut. Richtig: Udo Lindenberg.

Das der Panikrocker nicht nur ein genialer Musiker sondern auch ein begnadeter Maler ist, wusste ich. Nicht aber, dass er sich die zehn Gebote vorgenommen und in seine unverkennbare und klare Bildsprache übersetzt hat. Mit verblüffend einfachen Darstellungen gelingt es dem Musiker, die biblischen Grundsätze unseres Zusammenlebens lebendig werden zu lassen.

Bis zum Ende des Katholikentages sind "Udos Zehn Gebote" in der Überwasserkirche zu sehen. Und der Besuch lohnt sich - nicht nur für eingefleischte Lindenberg Fans wie mich! Das "Wimmelbild" mit den sich umarmenden Menschen ist eines meiner Lieblingsbilder der Schau und heißt  - wie könnte es anders sein - "Die Menschenfamilie".

Tobias Döpker

Beten mit dem Smartphone - ein Selbstversuch

"Beten mit dem Smartphone" heißt der Workshop, der mich heute ganz besonders gereizt hat. Deswegen sitze ich am Freitagnachmittag in in einem Klassenraum und lausche der Einführung. Danach geht es raus. Alle Teilnehmer des Workshops sollen ein Foto von einem Motiv machen, mit dem sie Frieden verbinden. Dazu passend schreibt jeder ein Gebet oder einen spirituellen Gedanken auf. Ich fotografiere ein Straßenschild und formuliere dazu: "Frieden - den Schwächeren den Rücken stärken. Schenke uns Aufmerksamkeit". 

Die Mitglieder der Netzgemeinde "da_zwischen" stellen die Bilder und Texte danach zu einem schönen Video zusammen und schicken es über WhatsApp an die Teilnehmer des Workshops. Mein Fazit: Hat Spaß gemacht und zur Aufmerksamkeit angeregt.

Wer es genauer wissen will ...

Markus Waggershauser

Gisela gestaltet Abendgebet mit

Ein Abendgebet in der liturgischen Tradition der Vesper füllte an Christi Himmelfahrt die Johanneskapelle beim Münsteraner Buddenturm bis auf den letzten Platz. Mittendrin Gisela Holzmüller, die im ökumenischen Projektchor mitsingt und die Lesung aus der Bibel vorträgt.

Die Allgäuerin erzählt, wie sie die ersten 24 Stunden auf dem Katholikentag erlebt hat, was es mit dem Stundengebets-Projekt auf sich hat und wie sie dazugekommen ist. (mw)

Begeistert von der Vielfalt: Bischof Fürst besucht Diözesanstand

Ganz falsch lag er nicht, aber knapp daneben ist auch vorbei. Gefragt, welches Alb-Panorama die Wände des Diözesanstandes ziert, tippt der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst auf die Region bei Schwäbisch-Gmünd. Aber jetzt können wir das Rätsel ja auflösen: Es ist der Blick von Aalen in Richtung Drei-Kaiser-Berge. Den ganzen Tag über hatten Besucher aus der Diözese mitgeraten, aber nur wenige lagen richtig. 

In das Alb-Panorama sind Bilder von verschiedenen Projekten und besonderen Orten aus der Diözese integriert. Mit dabei sind unter anderem das Auszeithaus in Reute, die Citykirche in Reutlingen und die Nationalparkseelsorge Scharzwald."Die Vielfalt der Diözese, die hier gezeigt wird ist, ist großartig", sagt der Bischof begeistert. Versunken in die bequemen Kissen der Palettenmöbel gibt er noch schnell ein Interview, dann zieht es ihn weiter zum Stand der Martinusgesellschaft. (td)

Spielen, diskutieren und ausruhen am Diözesanstand

Münster macht seinem Ruf alle Ehre. Passend zum Ende des Gottesdienstes und zum Start der Kirchenmeile auf dem Schlossplatz öffnet Petrus seine Schleusen - wie man im Münsterland sagt.  Doch der Stimmung in unserem Pavillon tut der Regen keinen Abbruch. Unter dem Motto "Sinn.Suchen.Finden.Leben" wird auf den gemütlichen Palettenmöbeln gespielt, diskutiert, entspannt und viel gelacht. 

Fotos an den Wänden und zwei große Bildschirme mit sechs verschiedenen Filmen laden ein, besondere Orte und Projekte unserer Diözese zu erkunden - darunter das Auszeithaus in Reute, das Repaircafe in Horb, der Martinusweg, die Grünfinder aus der Region Ulm und die Betriebsseelsorge auf der Stuttgart-21-Baustelle. 

Bis Samstagabend 18 Uhr sind wir mit unserem Stand auf der Kirchenmeile auf dem Schlossplatz in Münster für euch da. Kommt vorbei! Wir freuen uns auf euren Besuch. (td)

Beim Gottesdienst die Promis kontrolliert

Rebekka Füller war heute als Helferin beim Christi-Himmelfahrt-Gottesdienst auf dem Münsteraner Schlossplatz im Einsatz. Am Seiteneingang zum Backstage-Bereich kontrollierte sie Bischöfe und andere Promis. Wer unberechtigterweise in den gesperrten Bereich wollte, den musste sie freundlich abweisen.

Wen sie dabei alles getroffen hat und wie sie ihre erste Nacht in einem Schulzimmer verbracht hat, erzählt sie in einem kleinen Video. So viel sei verraten: Auf das Selfie mit Bischof Gebhard Fürst ist sie stolz. (mw)

Selfie mit Bischof Gebhard Fürst

Zu einem Schnappschuss ist Bischof Gebhard Fürst gerne bereit. Bei ihrem Einsatz als Helfer auf dem Katholikentag in Münster trafen Rebekka und die anderen der Gruppe aus Öhringen "ihren" Bischof vor dem Gottesdienst und überredeten ihn zu einem spontanen Foto.

Der 101. Katholikentag in Münster ist eröffnet

Für seinen nachdrücklichen Appell zu mehr Ökumene und seiner Absage an jede Form von Antisemitismus hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Eröffnung des 101. Katholikentages viel Applaus von den rund 5.000 Besuchern auf dem Domplatz in Münster bekommen.

Zusammen mit Pfadfindern entzündete Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkommitees der deutschen Katholiken (ZdK), ein Friedensfeuer. Danach stellten sich beim Abend der Begegnung die Regionen des Bistums Münster mit einem bunten Programm aus Kultur und Kulinarik in der Innenstadt vor. Sogar das Wetter hat gehalten. Hier sind unsere Impressionen vom ersten Abend.